When we started working on our “Galaxy” album in 2009/2010, we early on played some demos to our friends. Martin Butala was one of them, instantly taking much interest in “You Know What”. He decided to participate in the form of shooting a video for the song. All through 2010 and early 2011 he filmed on location in Lisbon, Portugal and one of his brief visits in Austria he shot some scenes with all of us. The resulting work takes you on an emotional journey through the song, perfectly highlighting the themes and stories told and adding a lot of depth! We all say THANK YOU for such great work! And here comes the video:
You Know What – New Video!
July 21, 2011Galaxy – song by song: “Galaxy”
April 19, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
Alles begann mit den Zeilen
“I want to be the captain of a
galaxy ship
galaxy cruiser
galaxy ship”
Mit diesem Fragment im Hinterkopf begannen wir den Kreativprozess im Studio. Mit der Zeit wurde aus dem Weltraum-Thema die Geschichte einer Person, die unbeirrt ihre Individualität auslebt und sich unangepasst in der Gesellschaft bewegt. Mit den ersten beiden fertigen Strophen machten Daniel, Gerald und ich uns an die Musik, probierten ein wenig herum und kamen zu einem Zwischenergebnis, das aber – wie so oft – noch einige Veränderungen durchlaufen sollte, bis wir damit zufrieden waren:
Irgendwann ging’s dann in die Richtung, die heute auf unserem Album zu hören ist. Bass, Schlagzeug, Gesang und Keyboard sind auch auf der Platte noch eben jene Aufnahmen aus den ersten Sessions. So wie damals bei “Two Faces” und vielen anderen Songs von unserem Debut.
Bei meiner Erinnerungsauffrischung für diese kleine Geschichte bin ich dann auf einen Mail-Dialog zwischen uns drei gestoßen, der einfach mit der Öffentlichkeit geteilt werden muss:
Am 02.10.2009 um 23:17 schrieb Daniel Letschka:
Galaxy.mp3
Am 03.10.2009 um 00:28 schrieb Ben Martin:
immer nu sehr geil
))
Gerald Huber schrieb:
oh welch dramatisch episches werk… beim refrain stoß ma zumindest an meine persönliche, geschmackliche grenze, aber das ist auch gut so!
Am 03.10.2009 um 11:33 schrieb Daniel Letschka:
der muß dann noch mehr aufgehen, find ich. hoffentl wird dann die geschmacksgrenze nicht endgültig transzendiert ![]()
aber ajf geil!
Ben Martin schrieb:
ja, stimmt, aufgehen. und den strophenbass werd ich glaub ich harmonisch noch ein wenig reduzieren und nicht so viel mit den synth-akkorden wechseln. wirkt noch ein bissl unruhig und nimmt vor allem dem refrain ein bissl was vorweg. aber eins ist uns find ich vor allem gelungen: die strophe fühlt sich wie ein refrain an
Am 03.10.2009 um 12:21 schrieb Daniel Letschka:
lang lebe dieter bohlen !
Am 03.10.2009 um 12:23 schrieb Ben Martin:
mit dem spruch werd ma di bei der promo zum nächsten album zitieren, ok?
Am 04.10.2009 um 17:18 schrieb Gerald Huber:
also ich hab mich bereits in beides verliebt… strophe und refrain würd ich zumindest harmonisch nicht mehr verändern… i steh voll auf die nummer auch noch nach ca. 40 mal hören…
… und – ich denke ich kann hier für alle sprechen – auch noch nach ca. 400 mal hören
Monate später richteten wir die Bitte Mirjam Baker und Mike Kren (www.cinemabochen.com), sie mögen doch unseren Song in ihre eigenen bewegten Bilder umsetzen. Das großartige Ergebnis monatelanger Kleinstarbeit seht ihr hier:
Abschließend noch der Text:
Galaxy
Breaking my habits
Taking out rabbits
bringing my old love to live
While I am sitting
girls they don’t fit in
into my frameset in mind
Whether or not I
stop them to ask why
I’m on a ball with myself
Crazy to someone
who thinks that I’m all done
believe me I couldn’t care less
I want to be
captain of my ship
I want to be
in charge of my galaxy
Lighten my life up
only to fully stop
what was and is part of my life
Never to fit in
rarely to sit in
the same class with anyone else
If you want to find out about me
you would have to watch my face
If you need to read all about me
you would have to buy my book
I want to be
caption of my ship
I want to be
in charge of my galaxy
(Lyrics by Ben Martin, published by BMG Rights Management)
Galaxy – song by song: “Utilize”
April 12, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
Utilize ist die Verweigerung der konstant negativen Berichterstattung in den Medien, die Weigerung sich ständig schlecht zu fühlen, weil ständig irgendwo irgendeine kleine oder große Tragödie passiert und aus diesem Leid ständig Profit geschlagen wird. Ich zerschlage die Negativität mit meinen Händen!
Utilize
Grey places some lonely faces don’t stop me from being happy
long stories of long gone glories won’t ever make me sad
car crashes nor wall street crashes will make it through my armour
praying to god that the prey will get cought is nothing hurt my skin
Diseases, some fake diseases won’t fuel any worries
Plane crashes to seek more cash is a world I don’t subscribe
No warning of global warming can make me anymore evil
Praying to god as the prey of a thought can nothing but make me mad
I crush all of the negativity
utilize my own bare hands
I crush all of the negativity
utilize my own will
Grey places some lonely faces don’t stop me from being happy
long stories of long gone glories won’t ever make me sad
car crashes nor wall street crashes will make it through my armour
praying to god that the prey will get cought is nothing hurt my skin
I crush all of the negativity
utilize my own bare hands
I crush all of the negativity
utilize my own will
(Lyrics by Ben Martin, published by BMG Rights Management)
Daniel kann sich erinnern, dass ihm die Drumgroove in der Küche eingefallen ist und er sie auf einen “Kaszettel” (zu Deutsch Schmierzettel) geschrieben hat. Diese Groove war wohl auch der Startpunkt für den Song. Was den weiteren Entstehungsprozess betrifft, ist die Erinnerung an die Entstehung von Utilize fast verblasst, einzig ein paar E-Mails geben vorsichtig Aufschluss über den Verlauf. Dazu muss erklärt werden, dass es einen fast immer gleichen Ablauf bei uns gibt: Wir treffen uns zum Songwriting bei Daniel im Studio, dann wird eine Idee auf die Welt gebracht, daran ein paar Stunden lang herumgebastelt, bis wir 1. nicht mehr können oder 2. irgendwer weg muss oder 3. einfach nix rauskommt dabei (ist uns aber nur zwei Mal passiert). Dann nehmen wir das bisher geschaffte als mp3 mitnachhause oder Daniel schickt es uns kurz danach per Email und dann geht das lustige hin- und hermailen los. Hier ein kleines Beispiel:
A: recht super, find ich!
B: stimmt, super, hat sehr viel potential! ich werd den text noch weiterschreiben und möcht die erste strophe auf jeden fall nochmal einsingen.
C: potenzial auf jeden fall!
intro würd ich mal probieren zu halbieren.. bass beat kommt super rein (diese reduziertheit brauch ma auch glaub ich in der strophe danach (auf jedenfall ohne chor). den chor und auch refr. müsst ich neu einsingen. (die obere chorstimme kann man tonal noch besser an die chords anpassen (wirkt jetzt noch ungewollt strange ![]()
aber!!! toller song!!!
Dann geht’s entweder in Runde 2, 3 usw. oder es hat eh schon beim ersten Mal gut gepasst. Wieder zurück zu Utilize, hier haben wir ein paar Sessions gebraucht, bis wir den Song durcharrangiert hatten, die Grundidee (Intro, Strophe, Refrain) war aber schon beim ersten Mal so ziemlich da. Und bis heute ist es mir ein absolutes Rätsel, wo diese Ideen herkommen. Aber gut, das ist eine andere Geschichte …
In Liebe,
Ben Martin
Galaxy – song by song: “Pendency”
April 5, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
Ausgangsbasis für den Song war das Riff von Ben und ein von mir in deutscher Sprache verfasstes Gedicht. Das haben Ben und ich gemeinsam übersetzt. Zum Textverständnis – hier das Gedicht (Gerald Huber):
Es gibt nichts Fixes, es gibt keinen Anker.
Nur eine Melodie unterstreicht einen Reim.
Alles schwebt, hat kaum eine Basis.
Nur der Rhythmus diktiert das Sein.
Muss man sich lösen um wieder zu landen?
Wird ein gutes Lied auch schlecht?
Ist eine Pause da um zu Atmen?
Wird eine Pause dem Rhythmus gerecht?
Alles wird still, es gibt kaum noch Worte.
Die, die noch da sind, sind falsch oder wahr.
Wer gibt sich die Mühe und hört auf den Inhalt?
Wer hört noch zu und wer macht sich rar?
Die Zeit vergeht schnell, alles stottert und stockt.
Der Inhalt kommt dem Tempo kaum nach.
Braucht ein Leben auch trostlose Phasen?
Braucht es das? – Und was kommt danach?
Und hier der endgültige Text:
Pendency
Nothing is certain, there are no ties
only a melody points up a rhyme
All is in pendency, no thing underlies
only the rhythm dictates what’s mine
Do you detach to escape the mire
Can a good song become unsound
Is a recess meant to suspire
Can a recess live up to a sound
Our life’s in pendency
but I’m gonna take it as it goes
Our life’s in pendency
but it’s always worth to take the woes
Nobody talks, everything’s quiet
all words remaining are truthful, are fake
who ever cares about what is in sight
who is still listening and who needs a break
As time passes quickly all’s out of round
content can hardly keep up the pace
is a life bleakly meant to be bound
is there a future to fill up the space
Our life’s in pendency
but I’m gonna take it as it goes
Our life’s in pendency
but it’s always worth to take the woes
(Lyrics by Gerald Huber, published by Violet Noise Publishing)
Nach unserer oben erwähnten Session zu zweit haben wir mit Daniel im Studio an dem Song weitergearbeitet. Nachdem wir die Strophe soweit beisammen hatten und Daniel eine passende Drumgroove gefunden hatte, fiel mir in einer Pause die Refrainmelodie ein, die ich dann neben der Kaffeemaschine in mein Handy gesungen hab. Bald war dann auch die Bridge und somit die Grundstruktur im Kasten. Einige Zeit später haben Felix, Daniel und Gerald die Synth-Parts entwickelt. Während Daniel die Filter bediente spielten Felix und Gerald die Parts am Keyboard ein. Die ursprünglich von mir sehr dicht angelegte Basslinie hat Christoph später geschmackvoll weiterentwickelt und dabei gleichzeitig etwas reduziert. Marcus kam wiederum später dazu und fügte vor allem in der Bridge noch ein paar wichtige Sounds hinzu. (Ben Martin)
Galaxy – song by song: “Army Of Light”
March 22, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
“Army of Light” ist aus einer Situation heraus entstanden, wo man nicht weiß wohin mit seinen Gefühlen. Ein guter Freund der Familie war verstorben, an einem kalten, aber sonnigen Vormittag im Herbst fand das Begräbnis statt. Es war ein trauriger Tag, doch die Abschiedsworte vom besten Freund des Verstorbenen, noch Tage zuvor in böser Vorahnung gemeinsam verfasst, waren auf eine besondere Art bewegend und inspirierend zugleich. Der Verstorbene selbst hatte den Wunsch an seine trauernden Hinterbliebenen geäußert, sie sollten dankbar für die schönen gemeinsamen Stunden sein, anstatt zu lange über den Verlust zu weinen. Diese Worte hinterließen einen tiefen Eindruck und intensive Gefühle zwischen Freude und Trauer. Den einzigen Trost fand ich damals in den vereinzelten Sonnenstrahlen, die zwischen den Bäumen hervorblitzten.
Army Of Light
Slowly the sun sends out its army
of billions of billions of rays
Light so bright that noone could take it
like millions and millions of lamps
Inch by inch the rays proceed in clear space
Each soldier’s fate is uncertain
Bit by bit they land on the surface
On planets, on plants, trees, my eyes
An army of light makes me happy again
makes me smile, takes my pain
galleons of lithium conquer my blood
race in lightspeed through my veins
Quickly every drop of my tears gets dried up
all the young fighters suck the moisture up
later it will return in a circle
rain will fall and give birth to grain
No matter how deep the mourning
it will be worthwhile in the end
one moves on and passes the torch
It lights the others darkes hours
An army of light makes me happy again
makes me smile, takes my pain
galleons of lithium conquer my blood
race in lightspeed through my veins
(Lyrics by Ben Martin, published by BMG Rights Management)
“Army Of Light” ist einer der Songs, die wir für’s Album geschrieben haben. Der Entstehungsprozess ging dermaßen schnell vonstatten – gefühlte zwei Sekunden – dass wir uns so gut wie gar nicht mehr dran erinnern können. Der Song war einfach da. Vor dem Finish für’s Album konnten wir die Nummer bereits einige Male live austesten. Das ursprüngliche Demo beinhaltete zwar schon alle wesentlichen Teile, durch die Erfahrungswerte, die jeder einzelne auf der Bühne damit sammeln konnte, wurde das Endprodukt dann aber noch reicher an Details und Feinheiten im Ablauf.
Galaxy – song by song: “Stick To Your Tracks”
March 14, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
Der Song behandelt die Gleichförmigkeit des Alltags, die ewig gleichen Routinen, die gleichen Häuser am Weg in die Arbeit. Die Angst davor, in eben diesem Trott stecken zu bleiben, wenn man nicht bewusst daraus ausbricht und sich selbst ein wenig fordert, sich Abwechslung schafft.
Stick to your tracks
Working for hours and hours
only one way headed front
still all the bricks in the building
seem to be all of the same
Trying to find any difference
sticking to details and still
all of the pigments in the paint
seem to be all of the same
It won’t make no difference if day or night
Stick to your own tracks and you’ll get the same result
Trying to find any difference
sticking to details and still
all of the pigments in the paint
seem to be all of the same
Each and every window
each and every roof
all familiar faces
all familiar friends
All of the same again
over and over again
day in, day out, day in, day out
day in, day out, because
It won’t make no difference if day or night
Stick to your own tracks and you’ll get the same result
(Lyrics by Ben Martin, published by BMG Rights Management)
Entstanden ist der Song aus einer Session von mir, Daniel und Felix. Der Text war bereits vorhanden, die Musik ist dann währenddessen entstanden. Bis auf die Melodie, die Drumgroove und die Basslinie in der Strophe hat allerdings nicht viel davon überlebt, denn Daniel und ich haben den Song in minutiöser Kleinstarbeit in vielen Stunden immer weiter an das Gefühl angenähert, dass der Song in unserer Vorstellung vermitteln sollte. Von allen Tracks am Album ist in “Stick To Your Tracks” sicherlich am meisten Arbeit geflossen, die sich für uns aber auch absolut ausgezahlt hat. Bis kurz vor Fertigstellung war der Bass noch von der ersten Session vorhanden und wir waren damit eigentlich auch recht glücklich, bis Christoph uns dann eine von ihm am Moog eingespielte Version bescherte, die mich komplett umgehauen hat und das bis heute tut. Eine ebensolche späte Bereicherung war wiederum der Synth-Beitrag von Marcus, der dem ganzen noch mehr Tiefe verlieh. Dieser Track ist übrigens der einzige, bei dem man nur meine Stimme hört, interessanterweise waren sich ein paar unserer Freunde trotzdem sicher, auch Gerald zu hören ![]()
(Ben Martin)
Galaxy – song by song: “Daily Monologue”
March 7, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
(eben zurückgekehrt von einer zweiwöchigen Tour durch Indien und Indonesien erzählte uns Gerald Huber, der Urheber der Lyrics von Daily Monologue, noch rasch die Story zum Inhalt per SMS, bevor der Jetlag zuschlug)
“Der Zorn über den täglichen Monolog, der in unseren Wohnzimmern stattfindet, kommt hier zum Ausdruck. Wenn einem ethisch wertlose Botschaften wie ‘Geiz ist geil’ suggeriert werden oder man als ‘Blödmann’ beschimpft wird, weil man bei einer bestimmten Kette nicht einkauft, sollte man sich wieder wichtigeren Dingen widmen, als dem Flimmerkasten …” (Gerald Huber)
Daily Monologue
It has always been easy, to settle back
To rest on my laurels, to ignore your yack
By you I was never be taken aback
Even if you named me dumb ass, you wack
I could sit before you with frozen eyes
Had nothing to add to your bothered lies
you projected on me to orchestrate my life
I did your´s bidding, I was too naive
The time is right, to stand up quick
Your daily monolog makes me sick
I have to win back self-control
To get away from you at all
You beam at me and avoid my thoughts
I have sleepless nights because of what?
I have to battle your monologue
I need some help, someone to talk
Don’t talk to me, don’t you scare me
don’t illuminate, it’s too cozy
Don’t talk to me, don’t silence me
I did your´s bidding, I was too naive
The time is right, to stand up quick
Your daily monolog makes me sick
I have to win back self-control
To get away from you at all
(Lyrics by Gerald Huber, published by Violet Noise Publishing)
Daily Monologue ist in einer gemeinsamen Writing-Session von Gerald und mir entstanden und war ursprünglich gar nicht unbedingt für I AM CEREALS geschrieben worden. Gerald hatte den Text mitgebracht und soweit ich mich erinnern kann, begannen wir um meine Drum-Beat-Idee und seine Beat-Box-Sounds herum die Nummer aufzubauen. Dabei spielte einerseits sein “AAAA-UUUU-AAAA”-Sound eine große Rolle, den wir mittels Vocoder harmonisch anpassten und soundtechnisch zurechtbogen. Andererseits war’s meine Novation Supernova, die ein entscheidendes Charakteristikum des Songs darstellt – mit deren Hilfe programmierten wir nämlich die Bassline, und auch die anderen Synth-Sounds stammen größtenteils von ihr. Monate später steuerten Ben und Marcus dann ihre tollen Sounds bei und machten Daily Monologue somit “Cereals-ready”. (Daniel Letschka)
Galaxy – song by song: “You Know What”
February 28, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
Ein Teil meiner Motivation, als sich Anfang 2007 die Idee zu I AM CEREALS entwickelte war, im Gegensatz zu meiner Arbeit als Solokünstler den Menschen hier etwas zu geben. “You Know What” ist eine späte Umsetzung dieses Gedankens. “Why don’t you dance away your sorrow” ist ein Appell beiderseits an alle da draußen wie an mich selbst. Den Alltagsfrust abschütteln, “wegtanzen” lautet die Devise, allen Schmerz für einen Augenblick vergessen und sich gehen lassen.
You Know What
Cold feet while I’m running around the globe
while I’m messing around to find you
while I’m giving up after all
A warm breeze I can feel on my neck from behind me
I can feel the pure angst in my head
I can feel the sweat dripping down
You know what
Why don’t you dance away your sorrow
You know what
Why don’t you dance away your pain
You know what
Why don’t you dance until tomorrow
You know what
Why don’t you dance yourself insane
Mankind scares me over and over again
scares me in every word in the papers
scares me day in and scares me day out
Real life makes me shut myself off from the world
makes me switch to another station
makes me want to stay yesterday
You know what
Why don’t you dance away your sorrow
You know what
Why don’t you dance away your pain
You know what
Why don’t you dance until tomorrow
You know what
Why don’t you dance yourself insane
(Lyrics by Ben Martin, published by BMG Rights Management)
Vom Entstehungsprozess her erinnert mich dieser Song immer ein wenig an “Two Faces”: Ich kann mich nur vage daran erinnern, wie genau er entstanden ist, ich weiß nur, dass es sehr schnell ging und wir bis zum Schluss kaum etwas veränderten. Die Energie hat bereits in der ersten Session genau gepasst. Felix hatte die Basslinie im Intro, sang Daniel – wie auch bei Love Management – eine Idee für die Drumgroove vor, ich steuerte den Bass und die Gitarre bei und Gerald und ich bastelten an der Gesangslinie. Ein wenig Delay-Synth drübergestreut und fertig war das Ding. Und wir haben getanzt … (Ben Martin)
Galaxy – song by song: “18 needles”
February 21, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
Der Text von 18needles ist von einem Bericht über Romell Broom inspiriert, einem zum Tode verurteilten US-Häftling, der mittels Giftspritze exekutiert werden sollte. Das Gefängnispersonal konnte jedoch bei der Exekution keine Vene finden und nach 18 Versuchen, bei denen Broom viele Schmerzen zugefügt wurden, wurde die Hinrichtung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Ich bin dann durch diese aufwühlende Geschichte auf die Internet-Seite des “Texas Department of Criminal Justice” gestoßen, auf der unter anderem die letzten Worte von Hinrichtungs-Kandidaten veröffentlicht werden. Einige Bruchstücke von Zitaten sind dann in die lyrics miteingeflossen, bei denen ich versucht habe, mich ein wenig in die Situation des Romell Broom und anderer death-row-Häftlinge hineinzudenken. (Daniel Letschka)
18 Needles
Brush my teeth another day
the mirror tells me I’m not yet away
18 needles, I was close
but my veins refused the overdose
Between praying to god I love you all
And f*** you b*** you’ll pay the toll
A legal kill a system feed
Warden come on you may proceed
Can you feel me people
Does anyone care who I am
The walls of darkness crushed in on me
another week, no hope I see
tell your children what is true
I haven’t done what you will do
Twenty years, each day too long
My need to heal now is so strong
My need to heal your darkness’ seed
Warden come on you may proceed
Can you feel me people
Does anyone care who I am
(Lyrics by Daniel Letschka, published by Violet Noise Publishing)
Es war an einem Montag im November. Wir hatten einen Text (siehe oben) und ein Drumpattern von Daniel. Außer Daniel wusste damals keiner, ob der Pattern jetzt auf die 1 im Takt beginnt oder einen Auftakt hat. Daniel hat es uns erklärt, ich hab mich bemüht es richtig zu hören und danach die Basslinie geschrieben. Seitdem höre ich den Song so und nicht anders. Interessanterweise hören seither aber alle anderen den Drumpattern andersrum, was insgesamt zu interessanten und unkonventionellen Ideen geführt hat. Ich kann das also nur empfehlen.
Bereits am ersten Tag hatten wir – Daniel, Gerald und ich – die Grundstruktur beisammen, wobei der Refrain damals noch zu fröhlich rübergekommen ist, was wir dann ein gutes halbes Jahr später “korrigiert” haben. Überhaupt hat sich die Nummer von einer interessanten Idee zu einem richtig starken Song entwickelt. Wir nutzten die Möglichkeit, uns Zeit lassen zu können und arbeiteten uns so langsam aber sicher zum Kern der Sache vor. Daniel hat schlussendlich mit seinen großartig druckvollen (live eingespielten) Drums dem ganzen vor allem noch den nötigen Schub verliehen.
(Ben Martin)
Galaxy – song by song: “Love Management”
February 14, 2011
Buy on iTunes: http://itunes.apple.com/at/album/galaxy/id451133019
einer der songs, bei dem lyrics und musik mineinander einhergehend enstanden sind.
die idee zum text war ein augenzwinkernder blick auf die verschiedenen erfahrungen die man mit “sich in jemanden verlieben” so machen kann. im endeffekt sind es 3 strophen in 3 verschiedenen “liebesphasen”. die erste euphorische “große” liebe, die erste große enttäuschung plus eine im endeffekt doch positive sicht auf die kraft der liebe, wenn auch etwas abgeklärt. der aufhänger dazu war das wort “lovemanagement”. – ein gemeinsames brainstorming zum thema – martin war inspiriert und schon flogen ihm die passenden worte zu. (Gerald Huber)
Love Management
Let’s organize some love, love, love
leave it all to love management
Let’s organize some love, love, love
give it up for love management
Get ready to move on
the next stop is love
the first time around her lips
can’t get enough
Never knew this feeling before
the next step too far
From imagination of all
you could ever dream
Let’s organize some love, love, love
leave it all to love management
Let’s organize some love, love, love
give it up for love management
Get ready to move on
the next stop is love
the last time around her hips
just had enough
Never been so bitter before
the next step too far
all you need is one fresh start
need to dream again
Let’s organize some love, love, love
leave it all to love management
Let’s organize some love, love, love
give it up for love management
Get ready to move
the last stop is love
no happy end without
the need to work it out
no need for bitterness
to cover up your love
one word no second guess
need to dream no more
(Lyrics by Ben Martin & Gerald Huber, published by BMG Rights Management & Violet Noise Publishing)
Im Anfang war der Beat. Felix hat Daniel eine Idee vor”gesungen”, Daniel hat das ganze dann am Schlagzeug versucht umzusetzen und schrittweise haben die beiden dann gemeinsam die Groove entwickelt. Parallel dazu hatte ich die Intro-Gitarrenlinie im Gepäck, die ich dann noch harmonisch angepasst habe. Gemeinsam wurde dann die Basslinie entwickelt, dann ging es daran, das Grundgerüst des Songs festzulegen. Dafür machten wir intensiven Gebrauch der Schnittfunktion am Computer und haben Kopiert und eingesetzt was das Zeug hielt, bis wir dann einen Ablauf hatten, der für alle gepasst hat. Die Gesangslinie ist gemeinsam mit dem Text entstanden, und zwar hab ich mich im Studio zwei Räume weiter auf der Couch eingenistet während die anderen weiter am Arrangement gearbeitet haben und mir mit Gerald’s Ideen zum Inhalt die Strophen ausgedacht. Damit ist auch die Strophenmelodie entstanden, die anfangs rhythmisch recht eigenwillig und somit für Gerald schwer nachzusingen war. Mit der Zeit hat sich das aber gut und flüssig entwickelt. Die Refraingesangslinie stammt soweit ich mich erinnern kann aus Gerald’s Feder. Das Outro bekam in der Spurenbezeichnung am Computer nicht zufällig den Namen “Wahnsinn” …
(Ben Martin)